Schwerpunkte
Das SCHULPROGRAMM
- gibt die Richtung für das Handeln jedes einzelnen Lehrers, aber auch für die Schule als Ganzes vor
- legt Entwicklungsschwerpunkte bei der Arbeit fest
- soll der Schule eine unverwechselbare Gestalt geben
- legt Rechenschaft nach innen und außen ab
- zielt auf Qualitätsentwicklung der Schule
Das Schulprogramm ist somit das grundlegende Konzept der pädagogischen Zielvorstellungen und der Entwicklungsplanung einer Schule. Das Schulprogramm ist als fortlaufender Entwicklungsprozess zu verstehen, der einerseits einen verlässlichen Rahmen für Kinder, Lehrkräfte und Eltern darstellt, auf der anderen Seite aber auf innere wie äußere Veränderungsprozesse reagiert und deshalb fortlaufend evaluiert, überarbeitet und fortgeschrieben wird. Dies ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung.
Das Schulprogramm unserer Schule ist im Jahr 2000 entstanden, es wurde vom Elternrat begleitet und von der Schulkonferenz im November 2000 beschlossen. In den Folgejahren wurde es weiter modifiziert.
Im Schuljahr 2008/2009 wurde das Schulprogramm grundlegend überarbeitet. Die Pädagoginnen unserer Schule haben in den vergangenen Monaten Ziele, Maßnahmen, Indikatoren und Evaluationsinstrumente entwickelt, die nun im Schulprogramm als Entwicklungsschwerpunkte ihren Niederschlag finden. Die Entwicklungsschwerpunkte sind von der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz im Oktober 2009 diskutiert und beschlossen worden. Unser Schulprogramm stellt somit eine systematische, verbindliche, mit allen Beteiligten abgestimmte und transparente Arbeitsgrundlage für die Entwicklung unserer Schule dar.
Unsere Arbeitsschwerpunkte im laufenden Schuljahr sind:
Entwicklung und Förderung von Lernkompetenz
Zielstellung:
Ziel der Entwicklung und Förderung von Lernkompetenz ist es, das Lernen zu lernen. Die Schüler können ihre eigenen Lernvoraussetzungen realistisch einschätzen und geübte Lern- und Arbeitstechniken situationsgerecht anwenden. Das steigert die Motivation und Lernfreude der Schüler und unterstützt gleichzeitig selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen.
Maßnahmen:
- Die im Schuljahr 2008/2009 erarbeitete Konzeption zum Lernen lernen geht im Schuljahr 2010/2011 ein weiteres Jahr in die Erprobungsphase und liegt allen Lehrkräften als verbindliches Arbeitsmaterial vor.
- Die Lernen-lern-Bausteine werden im Stundenplan verankert. Das Methodencurriculum ist im wöchentlichen Förderunterricht mit einer Stunde integriert. Gebunden an Fachinhalte wird so ein Teil der Unterrichtszeit dem Lernen des Lernens gewidmet.
- Jeder Schüler führt einen Methodenhefter als Lernen-lern-Portolio. Der Methodenhefter dient gleichzeitig den Eltern als Informationsquele über den aktuellen Stand der Arbeit an den Lernen-lern-Bausteinen.
- Das erarbeitete Methodencurriculum ist während der Erprobungsphase ständiger TOP in Dienstberatungen.
- Die Kontrolle der Inhalte der LL-Bausteine erfolgt durch Klassenbucheintrag und Hospitation durch den Schulleiter.
- Es erfolgen gegenseitige Unterrichtsbesuche auf Klassenstufenbasis und anschließende Reflexionsgespräche zu erprobten Lern- und Arbeitstechniken.
- Durch den Einsatz von Rückmeldebogen (Intervisionsblätter) werden die bearbeiteten Lernen-lern-Bausteine von den Schülern bewertet und ihr Inhalt abgefragt.
Evaluation:
Verantwortlichkeiten und EVA-Instrumente sind im Konzept "Lernen lernen" benannt.
Entwicklung und Förderung von Sozialkompetenz
Zielstellung:
Wir gehen fair miteinander um. Dazu gehört, Konflikte offen und auf friedlichem Wege zu lösen, dem anderen rücksichtsvoll zu begegnen und ihn in seiner Persönlichkeit zu achten, Mitwirkungsmöglichkeiten für alle Beteiligten einzuräumen und zu lernen, Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft zu übernehmen.
Maßnahmen:
- Die Erwachsenen (Lehrkräfte, Mitarbeiter und Eltern) versuchen im täglichen Miteinander, Vorbild für das angestrebte Verhalten zu sein.
- Die Lehrkräfte kennen Methoden des Sozialen Lernens und wenden sie in ihrem Unterricht an (Kommunikationsfähigkeit, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Selbstreflexion, Kompromissfähigkeit und Durchsetzungsfähigkeit).
- In der Klasse erhalten die Kinder Raum und Gelegenheit, ihre Wünsche und Sorgen vorzutragen und demokratisches Handeln einzuüben.
- Durch Übernahme von Ämtern innerhalb der Klasse und Aufgaben für die ganze Schulgemeinschaft lernen die Kinder, Verantwortung im Schulalltag zu übernehmen.
- Aktivitäten der gesamten Schule tragen dazu bei, dass wir uns als Teil der großen Gemeinschaft erleben, für die wir Verantwortung tragen und in der wir mitwirken können.
- Durch außerschulische Aktivitäten (Ausflüge, Schullandheimaufenthalte) stärken wir das Zusammengehörigkeitsgefühl und schaffen soziale Erfahrungsräume außerhalb des Klassenzimmers.
- Offene Unterrichtsformen geben den Kindern Gelegenheit, mit- und voneinander zu lernen und somit konstruktiv soziales Verhalten zu trainieren.
- Der Beratungslehrer unserer Schule unterstützt und berät Lehrer, Schüler und Eltern bei Schwierigkeiten, die im Schulalltag und sozialen Miteinander auftreten und hilft bei der Suche nach Konfliktlösungen.
- Unser großzügiges Schulgelände mit zahlreichen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten gibt viel Raum, individuellen Bedürfnissen nachzugehen, aber zugleich auch andere Kinder in ihren sozialen Bedürfnissen wahrzunehmen (Einfühlungsvermögen, Geduld und Rücksichtsnahme). Das gemeinsame Klettern, Laufen und Spielen bringt Spaß und macht fit - nicht nur fürs Lernen, auch im Umgang miteinander.
- In der AG "Junge Sanitäter" lernen interessierte Schüler der Klassenstufe 3 neben der Erste-Hilfe-Leistung auch Verantwortung zu übernehmen und werden so in ihrer Sozialkompetenz gefördert.
- Mit dem Schuljahr 2009/2010 wollen wir schrittweise ein Streitschlichterprogramm in unserer Schule einführen.
- Ab dem Schuljahr 2010/2011 werden ab der 3. Klasse Schülersprecher gewählt, die die Interessen der Klasse vertreten. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Treffen mit der Schulleitung.
Verantwortlich:
Klassenlehrer, Beratungslehrer, Schulleitung, Eltern, Schüler
Evaluation:
Gesprächsrunden in den Klassen, Schülerbefragung zum Streitschlichterprojekt
Auch weiterhin werden einzelne Punkte des Schulprogramms immer wieder hinterfragt, überarbeitet und aktualisiert werden. Dabei wird in der Diskussion die Meinung der Eltern ebenso gefragt sein wie die der Kinder und der an der Schule tätigen Pädagogen.